Gruselige Oberleitungen und laute Schienen

Zur ökologischen Nachhaltigkeit gehören auch eine leise Geräuschkulisse und ein ansprechendes Stadtbild.
Zur Geräuschkulisse:
Wer kurz im Internet recherchiert, findet schnell Beschwerden über untragbare Quietschgeräusche in Kurven von Schienenfahrzeugen sowie schleifende Oberleitungen, die im Winter sogar knallen. Diese Geräusche sind zum einen der Bahntechnik und zum anderen der Witterung geschuldet. In einigen Städten werden die Schienen in den Kurven daher regelmäßig eingefettet.


Zum Stadtbild:

Skizzen der geplanten Kieler Stadtbahn zeigen leider nicht das Gewirr an Oberleitungen und die dazu notwendigen Stahl- oder Betonmasten, die in Kiel nach Fertigstellung der Bahn zu erwarten sind. Wer den Bildern glaubt, könnte meinen, die Oberleitungen würden in der Luft schweben oder es gäbe sie in einer unsichtbaren Variante.
Oberleitungen und Masten sind jedoch notwendig, benötigen viel Platz, müssen gegen Unfälle und Vandalismus abgesichert sein und sind hässlich. Bäume, die wie auf dem obersten Bild zu nah an den Oberleitungen stehen oder bei Sturm in die Leitungen oder auf die Trassen fallen könnten, müssten im Voraus gefällt werden. Im Anhang des IBS1 Berichts (API-110.1-3, Bericht VP2, Verkehrsanlagen) ist ein Lichtraum von 6,7 m Höhe vorgegeben, und 3,25m Breite vorgegeben, der freibleiben muss. Auf gerader Strecke sind Masten im Abstand von 60 m zu erwarten, bei kurvenreichen Strecken in Kiel etwa alle 15 m. Nach einem entsprechenden Rückschnitt wird nicht viel von den vorhandenen Bäumen übrig bleiben.
ChatGPT hat für uns Bilder generiert, die ein realistischeres Szenario mit entsprechend weniger Grün zeigen: